Eindrücke vom Weihnachtsmarkt an der AOS


Soziales Projekt der Klasse 5a

 

 

Kindern in schwerer Zeit Freude schenken 

 

Die Schülerinnen und Schüler unserer 5a haben im Herbst gemeinsam mit ihren Eltern Weihnachtspäckchen für bedürftige Kinder gepackt. Heute nun war es so weit. Wir haben unsere Päckchen in den Jugendclub ELF e.V. gebracht, von wo aus diese dann zum Transport an Kinder in Moldawien und in der Ukraine weitergeleitet werden. Wir hoffen, dass sich bedürftige Kinder dort über unsere Weihnachtsgeschenke mit süßen Leckereien, Spielzeug sowie Mal- und Schreibzeug freuen und wünschen Ihnen frohe und friedliche Weihnachten.  

 

Somit konnten wir ihnen eine kleine Freude in schwerer Zeit bereiten. 

 


Bildungspreis der Stadt Aschersleben 2022 geht an die AOS

Mit großer Freude hat unser Schulleiter Martin Michaelis den Bildungspreis der Stadt Aschersleben 2022 für die Adam-Olearius-Schule am 21.10. im Bestehornhaus von OB Steffen Amme entgegengenommen.

 

Herr Michaelis dankte seinem Team, den Schülerinnen und Schülern, dem Förderverein sowie den Eltern für die gute Zusammenarbeit und die dadurch geschaffene, positive Schulkultur an der AOS.

Sein Dank galt auch dem Trägerverein, für seine stetige Unterstützung sowie Offenheit für neue Ideen.

 

Diese Auszeichnung durch die Stadt Aschersleben ist ein Zeichen dafür, dass die AOS endgültig in der Stadt wahrgenommen, respektiert und akzeptiert wird.

 

Im Folgenden lesen Sie die Laudatio des Oberbürgermeistes Herrn Amme:

 

Die Adam Olearius Schule erhält den Bildungspreis 2022

 

In diesem Jahr erhält eine Schule den Bildungspreis der Stadt Aschersleben, die eine ganz besondere Erfolgsgeschichte geschrieben hat: Die Adam-Olearius-Schule. Die hervorragende und innovative Bildungsarbeit, die hier seit 13 Jahren geleistet wird, zeigt sich an vielerlei Beispielen.

 

Heute mag man es kaum glauben, wenn die Pause ruft und die mehr als 400 Schülerinnen und Schüler der Adam-Olearius-Schule durch die Flure des Bestehornparks und über die Pausenhöfe laufen: Im Jahr 2009 nahm die Schule mit gerade einmal 20 Schülerinnen und Schülern im Bestehornpark als modernem Bildungscampus ihren Betrieb auf. Seitdem ist sie stetig und rasant gewachsen. Aktuell werden 405 Mädchen und Jungen in 20 Klassen unterrichtet. 40 Lehrer, 7 pädagogische Mitarbeiter und 4 technische Kräfte betreuen die Kinder und Jugendlichen. Damit bringt die AOS, wie sie oft bezeichnet wird, 456 Menschen im Bildungszentrum Bestehornpark zusammen.

 

Doch noch eine weitere Zahl ist erstaunlich und spricht für die sehr gute Bildungsarbeit, die hier geleistet wird: Von den 405 Schülern kommen 249 nicht aus Aschersleben. Der Einzugsbereich der Schule geht von Sangerhausen bis Wolmirsleben (Nord/Süd 70km) und von Quedlinburg bis Bernburg (Ost/West 50 km). Damit hat diese Bildungseinrichtung entscheidenden Einfluss auf die Bildungszentralität in Aschersleben. 

 

Auch inhaltlich hat sich die Schule stetig weiterentwickelt. Im Jahr 2009 als Sekundarschule mit dem Konzept einer Ganztagsschule gestartet, ist sie seit dem Schuljahr 2013/14 auch Gemeinschaftsschule und unterrichtet von der 5. bis zur 12. Klasse. „Ich glaube, diese Form der Gemeinschaftsschule, wie wir sie hier haben, reizt viele“, sagt Schulleiter Martin Michaelis. Anders als im klassischen Schulsystem, haben sie Mädchen und Jungen mehr Zeit, sich schulisch zu orientieren.

 

Erst nach der achten Klasse fällt die Entscheidung, ob ein Sekundarschulabschluss oder das Abitur angestrebt wird. So kommt es auch, dass die AOS die einzige Gemeinschaftsschule in Sachsen-Anhalt ist, die ein Abitur nach 12 Jahren ermöglicht. Im Schuljahr 2021/22 haben die ersten Abiturientinnen und Abiturienten die AOS verlassen – ein besonderer Moment für alle. „Am Ende ist es nicht so sehr wichtig, welchen Abschluss die Schülerinnen und Schüler machen. Sie sollen selbstbewusst und mit der Fähigkeit zum selbstständigen Lernen in die Welt hinausgehen können.“

 

Die besondere Anerkennung der Elternschaft hat sich die Schule während der Corona-Pandemie erworben. In vorbildlicher Weise wurde die Fortführung des Unterrichts für die Schüler organisiert und durchgeführt. Die Schule führt seit mehreren Jahren das von Wirtschafts- und Sozialpartnern des Landes Sachsen-Anhalt initiierte „Berufswahl-Siegel Sachsen-Anhalt“. 

 

Die Adam Olearius Schule besteht seit nunmehr 13 Jahren und zeichnet sich durch ihr pädagogisches Konzept und die täglich unter Beweis gestellte hervorragende und innovative Bildungsarbeit aus.

 

Herzlichen Glückwunsch zum Bildungspreis! 

 


Studienfahrt nach Krakau

Die Zukunft liegt in euren Händen

 

Anfang des Schuljahres bekamen drei Mitschülerinnen, Frau Nürnberg und ich die Möglichkeit, uns einer Studienreise nach Krakau anzuschließen. Dies war ein spontanes Angebot der Albert-Schweizer-Schule. Am 18. September startete unsere Reise mit dem Bus. Die Fahrt dauerte zehn Stunden. Nach dem Einchecken in das Hotel nutzten wir den Sonntagabend um den historischen Markt zu besichtigen. 

 

 

Den Montag verbrachten wir mit einer ganztägigen Stadt-Rallye. Ausgestattet mit Stadtplan und Aufgabenblatt gingen wir in kleinen Gruppen los. Auf dem Weg galt es u.a. herauszufinden, welche berühmten Persönlichkeiten in Krakau studierten, wie groß der Marktplatz ist und welche Bedeutung der Wawel-Drache für die Stadt hat. Ziel der Rallye war das Restaurant „Klezmer-Hois“ im jüdischen Viertel Kazimierz. Während des leckeren Essens hörten wir ein Livekonzert mit traditioneller jüdischer Musik.

 

Am nächsten Tag lernten wir durch eine mehrstündige Stadtführung die jüdische Geschichte in Krakau kennen. Zuerst besichtigten wir den alten jüdischen Friedhof und daran anschließend die sieben aktiven Synagogen im jüdischen Viertel. Unsere Mittagspause verbrachten wir auf dem Plac Nowy. Anschließend gingen wir zum damaligen Ghetto. Unser Guide erklärte uns die unmenschlichen Bedingungen, unter denen die Juden dort leben mussten. An der ehemaligen Fabrik von Oskar Schindler endete die Tour. Den Nachmittag konnten wir eigenständig gestalten.

 

 

Am Mittwoch fuhren wir nach Auschwitz. Nach umfangreichen Belehrungen und Sicherheitskontrollen kamen wir auf das Gelände des Stammlagers. Es waren auch Besucher aus anderen Ländern da. Die deutschen Besuchergruppen schienen mir leiser und aufmerksamer zu sein. Unsere Begleiterin zeigte uns das Tor mit dem Schriftzug „ARBEIT MACHT FREI“ und erzählte, wie die KZ-Haftlinge, täglich mit Kapellmusik begleitet, durch das Tor mussten, um in den angrenzenden Fabriken menschenvernichtende Arbeiten zu verrichten.

 

Dann besichtigten wir die Baracken, die heute als Ausstellungsräume dienen. Wir sahen die persönlichen Gegenstände der Ermordeten, wie Koffer, Geschirr, Brillen und Schuhe. Am meisten widerte mich der riesige Berg aus Kinderschuhen an. Von unserer Begleiterin erfuhren wir von den Kindern im KZ und wie Dr. Mengele sie für seine Experimente systematisch missbrauchte.

 

Uns wurden die Geschichte und das Alltagsleben des Lagers vor Augen geführt.

 

In einem Raum hing das „Buch der Namen“. Es beinhaltet die Namen aller bekannten Opfer des Holocaust, rund eine Million sind bis heute immer noch namenlos. Als nächstes besichtigten wir die Gaskammer. Es war für mich ein sehr bedrückendes Gefühl durch die Kammer zu gehen.

 

Nach einer kurzen Pause fuhren wir weiter nach Auschwitz-Birkenau. Während im Stammlager die Baracken noch original erhalten sind, sieht man in Birkenau nur noch die Grundrisse. Die Nazis sprengten den Großteil des Lagers auf ihrem Rückzug, damit es keine Spuren für ihre menschenverachtende Verbrechen gab. Nur die Schornsteine der Baracken und die elektrische Umzäunung stehen noch. Auf der Rampe, der Ort wo die Züge ankamen, wurde über Leben und Tod entschieden. Sie ging mit uns durch das Lager zu den vier Krematorien. Innerhalb der Krematorien waren die als Dusche getarnte Gaskammern und die Verbrennungsöfen. Auch diese wurden von den Nazis gesprengt. Eines der wenigen noch erhaltenen Gebäude besichtigten wir danach. Die in der Lagersprache genannte „Sauna“. Dort mussten die Neuangekommenen alle ihre persönlichen Gegenstände und Kleidung abgeben. Im weitern Verlauf wurde den KZ-Häftlingen die Haare abrasiert. Dann wurden sie und ihre Kleidung durch heißen Wasserdampf „desinfiziert“. Die Gegenstände und die Kleidung wurden nach Deutschland geschickt.

 

Es ging weiter zu einer Reihe von Gedenktafeln. Auf den Tafeln stand die gleiche Mahnung in den unterschiedlichsten Sprachen:

 

„DIESER ORT SEI ALLEZEIT EIN AUFSCHREI DER VERZWEIFLUNG UND MAHNUNG AN DIE MENSCHEIT. HIER ERMORDETEN DIE NAZIS ETWA ANDERHALB MILLIONEN MÄNNER, FRAUEN UND KINDER. DIE MEISTEN WAREN JUDEN AUS VERSCHIEDENEN LÄNDERN EUROPAS.

AUSCHWITZ-BIRKENAU 1940-1945

 

Am letzten Tag in Krakau führten wir ein Zeitzeugengespräch mit Linda Maksymowicz. Sie kam mit drei Jahren nach Auschwitz und blieb dort 13 Monate lang bis das Lager am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee befreit wurde. Die heute Achtzigjährige verwies auf drei wichtige Gründe, die ihr halfen, das Lager zu überleben: 1. Sie war ein starkes und gesundes Kind, 2. Sie hatte blaue Augen und wurde deshalb nicht für Mengeles Augenexperimente verwendet und 3. Ihre Mutter war jung und konnte sich um sie kümmern. In diesem Zusammenhang erzählte sie: „Ich kann mich nicht an das Gesicht meiner Mutter erinnern, sondern nur an ihre Hände.“ Obwohl sie nur drei Jahre alt war konnte sie sich sehr genau an ihre Zeit in Auschwitz erinnern. Sie beschrieb, dass die Kinder nach ihrer Befreiung anstatt Verstecken und Fischers Fritz, „Selektion“ und „Appell“ spielten. Das machte mich sehr nachdenklich.

 

 

Sie verabschiedete uns mit den Worten: „Die Zukunft liegt in euren Händen.“ Sie hat uns verdeutlicht, dass nur wir dafür sorgen können, dass sich so etwas wie der Holocaust nicht wiederholt. Es ist an uns, die Zukunft zu gestalten und sie gegen jene zu verteidigen, die aus der Geschichte nichts gelernt haben. Genau das war auch meine Motivation an der Reise teilzunehmen. Ich möchte aus der Vergangenheit lernen und eine weltoffene Zukunft gestalten.

 

Deswegen unterstütze ich die Idee unserer Schule, dass ab dem nächsten Schuljahr alle 10. Klassen zu einer Exkursion nach Auschwitz fahren werden.

 

 

Text: Karl F. Apel

 

 

Bilder:

 

Annalena Stein

 

Julia Nürnberg

 

Annalena Stein

 

Robert Fuchs


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